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Geschichte
Das Kloster geht auf vier Waldschwesternhäuser zurück, die südöstlich von
Einsiedeln, im Alpthal, gelegen, erstmals 1359 urkundlich erwähnt werden. Um
1400 lebten in den Häusern gegen 40 Schwestern, sie gehörten keinem Orden an,
aber lebten nach den evangelischen Räten: Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit. Wir
haben auch Nachrichten vom tief religiösen, mystischen Leben dieser Frauen. Ein
Zeugnis davon sind zwei Pergamentschriften, verfasst von der Hl. Mechthild von
Magdeburg (13 Jh), die unter den Schwestern kursierten. Im Jahre 1535 schlossen
sich die Schwestern aus den drei nach der Reformation noch bestehenden Häusern,
in der sogenannten „Vorderen Au“, der heutigen Au zusammen.
Eine bedeutende Entwicklung in spiritueller Richtung war der Anschluss an den
Benediktinerorden im Jahre 1617. Der Abt des nahegelegenen Männerklosters hat
die Schwestern dabei tatkräftig unterstützt.
1984 erhielt das Kloster in der Au durch römisches Dekret den rechtlichen Status
einer Abtei.

Bau-Geschichte
Die Waldschwestern lebten bis ins 17 Jahrhundert in einem einfachen Holzhaus.
Als tägliche Pilgerinnen zur Gnadenkapelle besassen sie in der Au nur einen
Gebetsraum. Im Jahre 1600 begann man mit dem Bau der ersten Kirche. Mit dem Bau
eines eigentlichen Klosters konnte 1619 begonnen werden. 1683 nahmen die
Schwestern strengen Klausurbestimmungen an und deshalb wurde dem Kloster ein
Gasthausflügel angebaut. Nachdem ein Jahr später ein verheerender Brand Kloster
und Kirche fast völlig zerstörte, begann man auf das noch bestehende Mauerwerk
sogleich mit dem Wiederaufbau. Die Klosteranlage blieb bis 1881, dem Neubau der
Kirche im wesentlichen so bestehen, wobei mit dem Wachsen der
Klostergemeinschaft und der Übernahme von verschiednen Tätigkeiten, wie
Paramenten, Wachsarbeiten, in mehreren Etappen das Kloster angebaut wurde, bis
es zusammen mit der Kirche ein Viereck bildete. 1935 wurden auf den süd-
östlichen Klausurtrakt zwei Stockwerke aufgebaut; 1972 erstand unter Architekt
Hansueli Steinmann die neue, moderne Klosterkirche mit einem Tabernakel in der
Form einer Kugel von 1.5m im Durchmesser in Bronze gegossen von Robert Lienhard
und mit Wandmalereien von Georg Rimensberger.
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