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Kirche
1972 wurde unter Architekt Hansueli Steinmann die neue, moderne Klosterkirche
mit Wandmalereien von Georg Rimensberger gebaut.
Der Tabernakel, von Robert Lienhard, ist in Bronze gegossen und hat die Form
einer Kugel mit einem Durchmesser von 1.5 m.

Gottesdienst
In der Mitte unseres benediktinischen Lebens steht der Gottesdienst. Ihm soll
nach der Weisung des heiligen Benedikt nichts vorgezogen werden.
Fünfmal am Tag versammeln wir uns in der Kirche, um die Eucharistie und das
Stundengebet miteinander zu feiern.
Unsere Gottesdienste und die eucharistische Anbetung sind der Ort, wo wir
unseren Glauben und unsere Hoffnung mit allen teilen.
Das Kirchenschiff und der Schwesternchor, auf den Altar hin ausgerichtet, laden
die Besucher ein, mit uns Schwestern zu beten und zu singen, oder sich einfach
still in diesen Raum des Gebetes hineinnehmen zu lassen. Gottesdienstzeiten

Orgel
Die Pfeifenorgel soll in der Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen
Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen
Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel
empor zu heben (Text aus dem 2.Vat.Konzil über Kirchenmusik)
Als die neue Kirche gebaut wurde, haben wir die alte Orgel übernommen. Sie war
störungsanfällig und in schlechtem Zustand. Nun konnte am Christkönigsonntag,
dem 25. November 2001 unsere neue Orgel von Abt Georg Holzherr vom Kloster
Einsiedeln geweiht werden.
Die neue Orgel zählt 17 Register mit gesamthaft gegen 1000 Pfeifen. Sie wurde
von der Firma Metzler Orgelbau, Dietikon erstellt und intoniert.
Am Nachmittag wurde sie dann von der Künstlerin Christina Kunz in einem Konzert
in ihrer ganzen Klangvielfalt und Tonfülle erstmalig präsentiert und
vorgestellt.

Meditation
Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen? (zu Jesaja 6,8)
Berufung ist ein Sich-ergreifen-lassen, ein-Sich-in-Dienst-nehmen- lassen,
eine Sendung ins konkrete Leben aufgrund von etwas, das wir gross erfahren und
in das wir eingewilligt haben. In den Erzählungen der Chassidim, die Martin
Buber gesammelt hat, begegnet Rabbi Naftali von Ropschitz eines nachts einem
Wächter , der seine Runden geht.
Der Rabbi fragt ihn: "Für wen gehst du?"
Der gibt ihm Antwort und fragt dann zurück: "Und für wen geht ihr, Rabbi?"
Fragen wir: Und für wen gehst du? Und ich, für wen gehe ich? Wir alle sind auf
den vielen Wegen durch die Tage so schnell vergesslich und ablenkbar. Manch eine
mag denken, er wüsst die Antwort auf die Frage selbst nicht mehr. Aber was in
uns lebendig ist, weiss die Antwort schon, vielleicht nicht mit Worten,
vielleicht nicht umfassend, aber tatsächlich doch, praktisch, als Reaktion von
Sinn und Herz und Haut. Es ist nicht so schwer, dem auf die Spur zu kommen.
Für wen gehe ich? Wer sendet mich?
Von wem lasse ich mich schicken? Von wem treiben oder sogar durchs Leben jagen?
Was drängt mich? Worin habe ich eingewilligt -
laut oder stillschweigend?
Welchen inneren und äusseren Stimmen höre ich zu?
Welchen gebe ich Antwort durch das, was ich tue?
Durch das, was ich lasse?
Durch das was ich sage?
Durch das, was ich verschweige?
Wenn ich das so wahrnehme und nachdenke: Wem dient dann, was ich tue? Für wen
gehe ich? Und von wem will ich mich senden lassen?
Johanna Domek OSB
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